Das Werkstückkoordinatensystem (WCS), umgangssprachlich Werkstücknullpunkt, ist der Bezugspunkt, auf den sich alle Koordinaten eines NC-Programms am Werkstück beziehen.
So funktioniert der Werkstücknullpunkt
Die Maschine kennt ihren eigenen Maschinennullpunkt. Der Bediener misst den Werkstücknullpunkt, etwa mit einem Kantentaster oder Messtaster, und legt ihn in einem Nullpunktregister der Steuerung ab (zum Beispiel G54). In der CAM-Software wird das WCS passend zur Aufspannung definiert.
Der Nullpunkt in der Praxis
Stimmen Nullpunkt in CAM und Maschine nicht überein, fährt das Werkzeug an der falschen Stelle. Deshalb gilt: gleiche Lage und Ausrichtung, am besten an einer gut zugänglichen Referenzfläche. Bei mehreren Aufspannungen kommen mehrere Nullpunkte zum Einsatz, die der Postprozessor in passende Register übersetzt.
WCS in Autodesk Fusion
In Autodesk Fusion legen Sie das WCS im Setup fest und prüfen es in der Simulation, siehe Maschinensimulation.
Häufige Fragen
Was bedeutet G54?
G54 ruft das erste Nullpunktregister der Steuerung auf, weitere sind G55 bis G59.
Was ist der Unterschied zwischen Maschinen- und Werkstücknullpunkt?
Der Maschinennullpunkt ist fest, der Werkstücknullpunkt wird je Aufspannung gesetzt.