Das Rohteil bezeichnet das unbearbeitete Ausgangsmaterial, aus dem durch spanabhebende Bearbeitung das fertige Werkstück entsteht. Es kann ein Quaderblock, eine Ronde, ein Schmiedeteil oder ein Gussteil sein – je nach Fertigungsprozess und Bauteilanforderungen.
Was ist das Aufmaß? Das Aufmaß ist die Materialmenge, die zwischen dem Rohteil und der Fertigteilkontur liegt und durch die CNC-Bearbeitung abgetragen wird. Es wird bewusst größer gewählt, um Verzug, Oberflächenfehler des Rohmaterials und Bearbeitungstoleranzen auszugleichen.
Bedeutung in der CAM-Programmierung In der CAM-Software wird das Rohteil als sogenanntes Stock-Modell definiert. Auf Basis dieses Modells berechnet die Software den Werkzeugweg und erkennt, wo sich noch Material befindet, das abgetragen werden muss. Ein korrekt definiertes Rohteil ist Voraussetzung für eine effiziente Schruppstrategie und eine zuverlässige Kollisionserkennung.
Praxistipp Ein zu großes Aufmaß verlängert die Bearbeitungszeit unnötig. Ein zu kleines Aufmaß kann dazu führen, dass Oberflächenfehler des Rohmaterials im Fertigteil sichtbar bleiben. Die Erfahrung des Programmierers entscheidet hier oft über Effizienz und Qualität.
Verwandte Begriffe: Zerspanung, CAM, Werkzeugweg, Maschinensimulation